Die Klausensynagoge


 

Die Klausensynagoge
Die Klausensynagoge steht in der unmittelbaren Nachbarschaft des Alten Jüdischen Friedhofs. Ihr Name rührt vom deutschen Wort „Klause“ her (lat. claustrum). Mit dem Wort Klausen wurden drei ursprüngliche kleinere Gebäude bezeichnet, die der Vorsteher der Judenstadt Mordechai Maisel 1573 hier errichten ließ. Das heutige Gebäude der Klausensynagoge entstand erst nach dem verheerenden Ghettobrand von 1689 und wurde 1694 vollendet. Ein weiterer Umbau fiel in die 80. Jahre des 19. Jahrhunderts. In der Geschichte der Prager Judenstadt kam der Klausensynagoge eine wichtige Stellung zu. Sie war die größte Synagoge im Ghetto und zugleich das der Prager Beerdigungsbruderschaft vorbehaltene Gotteshaus.
Die Ausstellung Jüdische Traditionen und Bräuchel im Hauptschiff der Synagoge erläutert die Bedeutung der Synagoge und der einzelnen jüdischen Festtage. Auf der Empore werden das Alltagsleben der jüdischen Familie und die Bräuche in Zusammenhang mit Geburt, Beschneidung, dem Fest Bar Mizwa, dem Heiratsritual, Scheidung und dem jüdischen Haushalt dargestellt.
 
 
 

Synagogenvorhang

Synagogenuhr, Písek, um 1870

 
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